Was steckt dahinter - Fahnenschwinger Weißenhorn

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Was steckt dahinter

Unser Verein

Wir sind ein kleiner Verein, der sich 2008 gegründet hat. Unser Steckenpferd läßt sich in seinen Anfängen nicht genau festlegen. Der Beginn wird einerseits in China gesehen, andererseits sind die Wurzeln auch in der Völkerwanderung zu finden.
Erstmal wurde im deutschen Raum nach der Schlacht auf dem Lechfeld (955 n.Chr.) urkundlich berichtet, dass Augsburger Bürgern das Recht verliehen wurde, eine Fahne zu führen und diese bei besonderen Anlässen zu schwingen. Etwa aus der gleichen Zeit gibt es Berichte, dass der Papst in Rom Fahnenschwinger vorausgehen ließ, um sein Kommen zu signalisieren.
Die Hochzeit des Fahnenschwingen liegt im Mittelalter. Damals existierten sogar Schulen, an denen Fähnriche und Fahnenschwinger ausgebildet wurden. Eine hervorragende Stellung nahmen dabei die deutschen Schulen ein.
Das Fahnenschwingen diente nicht nur militärischen Zwecken, es sollte auch die Ankunft von hohen Gästen ankündigen und die Bevölkerung an hohen Festen unterhalten.

Zum 19. Jahrhundert schwand die Bedeutung des Fahnenschwingens in Deutschland. In Italien und in der Schweiz wurde aber die Tradition bewahrt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert gründeten sich in Deutschland Gruppen, die den Brauch des Fahnenschwingens wieder belebten.
Das heutige Fahnenschwingen hat seine Wurzeln im Mittelalter, aber auch neue Ideen werden umgesetzt. Wir verstehen uns als Fahnenschwinger, die durch ihre Darbeitungen Besucher von Festen, Umzügen und Jubiläen zu erfreuen. Daher auch der Namensteil "Populum delectare" (lat. das Volk erfreuen).
Wir setzen meist Wurffahnen mit dem "Dürer"-Stock ein, die ein quadratisches Fahnentuch haben. Wir ebenso Fahnen der "Deutschen Reihe" und Großfahnen ,it eienm Tcumaß bis zu 200 x 200 cm.
Neben der Erhaltung des Brauchtums wollen wir durch unsere Fahnen die Verbundenheit mit Stadt und Land zeigen. Wir führen mit den entsprechenden Erlaubnisse derzeit die Wappen der Städte Neu-Ulm, Füssen und Weißenhorn, der Gemeinden Babenhausen, Glött und Kirchberg, des Landkreises Neu-Ulm und des Bezirkes Bayerisch-Schwaben. Diese Wappen haben wir selbst auf die Fahnen gemalt. Selbstverständlich haben wir auch die bayerische Fahne und die Bundesfahne und personenbezogene Wappenfahnen.
Trotz unseres Bezuges auf das Mittelalter möchten wir kein "Ritterverein" und kein Landsknechthaufen sein. Wir veranstalten keine Schaukämpfe und führen auch nicht Landsknechtleben vor.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü